Pokalaus im Viertelfinale in Osnabrück

Letzten Sonntag machten wir (Dirk, Helge, Rüdiger und ich) uns auf den Weg nach Osnabrück, um hoffentlich ins Pokal Halbfinale einzuziehen. Trotz Schnee und schlechtem Wetter waren wir pünktlich dort - auch wenn die Parkplatzsuche etwas länger dauerte. Das Spiellokal war gut und bewirtet (es gab Kaffee und Bier etc.). Die Partien selbst wurden konzentriert begonnen.

An Brett 1 hatte Dirk Ermel mit weißen Steinen Raumvorteil. Er versuchte mittels Tausch der Leichtfiguren ein aktives Schwerfigurenendspiel zu erreichen und dabei die einzige offene Linie zu besetzen. Sein Gegner konnte jedoch erfinderisch die offene Linie verteidigen, so dass Remis vereinbart wurde.

An den anderen Brettern war noch nichts Entscheidendes passiert.

Rüdiger Schmoldt hatte mit schwarzen Steinen an Brett 3 Raumvorteil im Zentrum, wogegen sein Gegner am Damenflügel operierte. Rüdiger schien die Drohungen am Damenflügel abwehren zu können und gewann einen Bauern. Allerdings geriet er in der Folge in diverse Fesselungen. Diese führten dann leider zu Materialverlust, so dass er aufgeben musste.

Helge Verhoef hatte an Brett 2 mit Schwarz aus der Eröffnung heraus gutes Spiel bekommen. Er machte Druck und konnte einen Bauern gewinnen. Der Gegner konnte diesen Mehrbauern allerdings belagern und selbst taktische Drohungen aufstellen. Helge versuchte lange einen Gewinnweg zu finden, musste sich aber irgendwann mit einem Remis zufrieden geben.

Damit war nach Pokalregeln der Kampf gegen uns gelaufen - unabhängig vom Ergebnis am Brett 4.

Dort mühte ich (Axel Janhoff) mich mit Weiß einen Vorteil zu erspielen. Es war lange ausgeglichen. In der Zeitnotphase gab ich einen Bauern für etwas Angriff, dieser wurde jedoch abgewehrt. Allerdings konnte ich in ein Endspiel mit jeweils Turm und ungleichfarbigen Läufern abwickeln. Mein Remisangebot trotz des entschiedenen Pokalkampfes wurde abgelehnt und es ging weiter. Nach knapp sieben Stunden hatte ich ein tot-tot-tot-Remis Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern auf dem Brett (und jeder GM hätte Remis gemacht). Mein Gegner wollte das mittels gefühlten 100 sinnlosen Königszügen auf beiden Seiten aber noch ausblitzen. Es kam dann leider noch zu unschönen Szenen ob der Borniertheit meines Gegners, aber dann war doch Remis.

Wir fuhren dann im Schneegestöber nach Hause, kam spät an und waren mit 1,5:2,5 ausgeschieden. Was für ein Valentinstag...