Letzter Saisonspieltag und dank des zuvor gesicherten Klassenerhalts war die Luft zugegeben etwas raus aus unserer dritten Mannschaft. Zwei unbesetzte Bretter – das hatte es die ganze Saison über nicht gegeben, lediglich an einem einzigen Spieltag mussten wir mal ein Brett offen lassen. Hameln 3 war der erwartet starke Gegner, nur einen Brettpunkt hinter der führenden Mannschaft ESV Göttingen 2 hatten die Hamelner noch Aufstiegsschancen.
Es kam, wie es kommen musste: Der Kampf begann schon mit 0 : 2 und ging schlussendlich mit 2 : 6 verloren. Nur Siegfried konnte mit einem Sieg aufwarten – dazu später mehr, Burkhard steuerte mit einem Remis einen halben Punkt bei und und Peckus kämpfte ausdauernd im Endspiel gegen einen aufstrebenden Jugendlichen, der in dieser Saison schon 125 DWZ-Punkte hinzugewonnen hatte. In einem sehr spannenden viereinhalb Stunden dauernden Kampf musste er, obwohl gelegentlich nahe am Sieg stehend, ins Remis einwilligen. Der Rest der Mannschaft (Jürgen, Dieter, Karl Ulrich) verlor.
Burkhard berichtete, dass der Computer bereits nach 13 Zügen diagnostizierte „Weiß (also er) hat entscheidenden Vorteil“. Aber er willigte später, wie er zugab etwas denkfaul, ins Remis ein. Noch schlimmer erging es mir (Karl Ulrich) mit der Computeranalyse. Vom 20. bis zum 25. Zug befand der Computer, dass ich ca. 3 Punkte (alias 3 Bauern) besser stehe. Aber dann, nach meinem nächsten Zug schätzte er meine Stellung plötzlich 2 Bauern schlechter ein als die des Gegners. Was hat man nun von diesen doofen Analysen? Im Ernst schaffen sie einem nur ein ungutes Gefühl und vermutlich wird das eigene Spiel durch sie um keinen Deut stärker. Wie es besser geht, machte uns Siegfried vor. Seine Stellung analysierte er ganz ohne Fritz, Stockfish und Co. auf seinem wunderbaren Gartenschachspiel (siehe Bild). In der abgebildeten Stellung zog Siegfrieds Gegner mit Schwarz Te3 x e6, und wer nun Siegfrieds schöne Schlusskombination herausfindet, der hat ohne Computeranalyse wirklich etwas gelernt