Schlappes 4:4 gegen Lehrte

Die Erste musste am Sonntag gegen Lehrte ran. Hildesheim war aufgrund der Wertungszahlen leichter Favorit. In dieser Saison geht es aber wohl nur noch um die goldene Ananas, was die Motivation nicht erhöhte...

Da ich nicht mitgespielt habe hier die Geschehnisse nach Brettern sortiert:

An Brett 1 hatte es André Wiege mit einem starken Gegner zu tun. Er hatte mit Schwarz etwas Raumnachteil, aber die Partie war im Gleichgewicht. Als es dann "wild" werden konnte erhielt André ein Remisangebot, das er annahm. Gut.

An Brett 2 spielte Stephan Brandes mit Weiß gegen einen alten Weggefährten. Nach gerade auskurierter Krankheit war er etwas einfallslos, so dass es zu einem frühen Remisschluss kam. OK.

An Brett 3 lieferte Dirk Ermel mit schwarzen Steinen nach einer unorthodoxen Eröffnung seines Gegners eine wilde Partie ab. Erst gewann er einen Bauern, musste dann aber die Qualität abgeben. Dirks starker Mehrbauern kostete den Gegner dann auch die Qualität. Statt Remis im Endspiel zu halten, stellte er dann einen Bauern ein und verlor noch. Schade. 

An Brett 4 kam Bernhard Hoffmann mit Weiß gegen das Doppelfianchetto seines Gegners nicht so recht in Fahrt. Weil es keinen Vorteil gab, bot er im 23. Zug Remis an, was der Gegner sogleich annahm. Auch ok.

Heinreich Höxter spielt mit schwarzen Steinen an Brett 5 nach gelungener Eröffnung munter auf Angriff. Er lehnte ein Remisangebot seines Gegners ab, wurde aber etwas ungeduldig. Das rächte sich, weil sein Gegner eine Stellungswiederholung forcieren konnte. Auch schade.

An Brett 6 legte Christian Frank mit Weiß gegen eine passive Verteidigung los wie die Feuerwehr. Er erzielte schnell Raumvorteil am Damenflügel und der Gegner kam gar nicht zum Königsangriff. Christian konnte dann seinen starken Angriff gegen den gegnerischen König lenken und gewann so schnell. Sehr gut!

Helge Verhoef kam mit Schwarz an Brett 7 in eine Variante, in der jede Menge Material abgetauscht wurde. Da sein Gegner keine Gewinnversuche machte, blieb die Stellung symmetrisch und im Gleichgewicht und verflachte. Remis. Ok.

An Brett 8 sprang Stephan Meyer sehr kurzfristig für Max Raimann ein, der arbeiten musste. Danke! Mit Weiß spielt er routiniert, gab aber im Mittelspiel eine Figur für Bauern am Damenflügel. Da er auch noch unter Druck kam, sah es nicht gut für ihn aus. In Zeitnot fand sein Gegner wohl nicht die richtige Fortsetzung und er konnte trotz dann zwei Minusfiguren remis halten. Glück gehabt.

Mit dem Mannschaftspunkt können wir leben, aber der Kampf war irgendwie schlapp. Egal.